Wed. May 18th, 2022

Die Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten Bau des Besucher- und Informationszentrums (BIZ) des Deutschen Bundestags steigen auf rund 250 Millionen Euro. Grund dafür ist, dass neben dem eigentlichen Besucher- und Informationszentrum, dessen Kosten mittlerweile auf rund 192 Millionen Euro beziffert werden, noch eine unterirdische Kältezentrale (UKZ) entstehen soll. „Für die UKZ sind zusätzlich zum BIZ rund 60 Millionen Euro veranschlagt“, erklärte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auf Anfrage der Berliner Zeitung.

Das BIZ soll nach Plänen des Züricher Architekten Markus Schietsch und des Landschaftsarchitekten Lorenz Eugster südlich der Scheidemannstraße am Rande des Tiergartens entstehen. Mit dem Bau des Besucher- und Informationszentrums sollen die Sicherheitskontrollen in den provisorischen Baracken am Rande des Platzes der Republik, denen sich die Besucher des Reichstagsgebäudes seit Jahren unterziehen müssen, ein Ende finden. Die Kontrollen waren nach Terrorwarnungen im November 2010 nötig geworden, die Baracken galten aber nur als Notlösung. Künftig sollen alle Besucher des Reichstagsgebäudes im BIZ kontrolliert werden und durch einen Tunnel unter der Scheidemannstraße hindurch bis vor das Westportal des Reichstagsgebäudes gelangen. Dort sollen sie das Parlamentsgebäude wie gewohnt betreten.

Zu Beginn der Planung im Jahr 2014 waren die Kosten für das BIZ auf 150 Millionen Euro beziffert worden. Im vergangenen Jahr billigte die Bau- und Raumkommission des Bundestags eine Anhebung der Obergrenze auf rund 192 Millionen Euro. “Die Mehrkosten resultieren insbesondere aus allgemeinen Baukostensteigerungen, jedoch auch aus baulich erforderlichem Mehraufwand, zum Beispiel aufgrund der Bahntunnel”, erklärte ein Sprecher der BImA dazu.

Baubeginn erst 2025 geplant

Dass es bei den rund 192 Millionen Euro nicht bleibt, hatte sich bei einer Sitzung des Baukollegiums im April abgezeichnet. In dem Gremium, das Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt berät, war bereits die Rede davon, dass die Gesamtkosten inklusive der unterirdischen Kältezentrale auf „über 200 Millionen Euro“ steigen. Tatsächlich sind es nach jetzigem Stand nun rund 250 Millionen Euro. Die unterirdische Kältezentrale soll laut BImA nicht nur das BIZ, sondern auch das Reichstagsgebäude versorgen.

Die unterirdische Kältezentrale entsteht unter dem Platz der Republik in einem Sicherheitsbereich westlich des Reichstagsgebäudes, der durch Zäune und einen Graben nach außen abgeschottet ist. In diesem Bereich betreten die Besucher das Reichstagsgebäude. Dass die Technik zur Klimatisierung des BIZ unterirdisch untergebracht wird, hat auch gestalterische Gründe. So soll das Dach des BIZ von hässlichen Aufbauten freigehalten werden. Dass dies für das äußere Erscheinungsbild des BIZ im Gartendenkmal des Tiergartens wichtig sei, war auf der Sitzung des Baukollegiums betont worden.

Ob es bei den Kosten von rund 250 Millionen Euro für das BIZ und die unterirdische Kältezentrale bleibt, ist fraglich. Denn der Baubeginn ist laut BImA „nach derzeitiger Terminplanung für 2025 vorgesehen, die bauliche Fertigstellung für 2029“. Die BImA weist schon jetzt darauf hin, dass „aufgrund der komplexen baulichen Schnittstellen“ mit Tunneln der Fernbahn, der U-Bahn, der geplanten S-Bahn und der Umverlegung eines Mischund bestweserserkenshenerkens Mediweren ” Mediteransen kenserkens. Die Botschaft dahinter: Eine spätere Fertigstellung bedeutet in der Regel, dass die Kosten weiter steigen.

By admin

Leave a Reply

Your email address will not be published.