Fri. Jul 1st, 2022

Schlechte Nachrichten für alle Berliner Kinder, die während der Pandemie gelitten haben, und auch für deren Eltern: Die Berliner Bildungsverwaltung hat das Corona-Aufholprogramm gegen die Wand gefahren.

“Es ist so, wie ich befürchtet habe”, sagt die bildungspolitische Sprecherin der CDU, Katharina Günther-Wünsch. „ Nach einem Jahr sind nur 43 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel abgeschöpft, 19 von 44 Millionen Euro, der Rest ist wahrscheinlich perdu.”

Schlechte Zahlen von der Berliner Bildungsverwaltung

Günther-Wünsch hat vor ein paar Tagen den Berichtsantrag von der Bildungsverwaltung zurückbekommen und die ernüchternden Zahlen gesehen. Sollte die Laufzeit des Programms nicht mehr verlängert werden, dann könnte das bedeuten, dass über die Hälfte der Mittel nicht eingesetzt wurden und ungenutzt an den Bund zurückfließen.

Im Moment ist geplant, dass das Programm nur noch bis Ende des Jahres läuft. Dass bis dahin noch viele neue Verträge mit Honorarkräften geschlossen werden, hält die Berliner Parlamentarierin für unwahrscheinlich. „Bis zu den Sommerferien sind es nur noch ein paar Wochen. Das heißt, die ersten neuen Verträge werden vermutlich erst im September geschlossen und haben dann noch eine Laufzeit von knapp vier Monaten.”

Schuld an dem Desaster ist in den Augen von Günther-Wünsch die Entscheidung der früheren Bildungssenatorin Sandra Scheeres, das Geld und Verträge uber die sogenannte Eureka-Datenbank abzuwickeln. Schulleitungen hatten ihr berichtet, dass sie die Arbeit mit der Datenbank als extrem kompliziert empfinden: „Die Listen sind schlecht strukturiert und unübersichtlich. Einige der Trager sind später wieder von ihren Verträgen zurückgetreten, wenn sich herausstellte, dass sie nicht das vorgesehene Personal auftreiben konnten. Auch wurde nicht angezeigt, ob ein Anbieter noch freie Kapazitäten hat oder nicht, so dass sich Dutzende von Schulen vergeblich um die gleichen Honorarkräfte bemüht haben.”

Bundesmittel vergeudet wegen hoher bürokratischer Hürden

Viele Schulleitungen und Kollegien hätten deshalb in den Wirren der Corona-Zeit einfach nicht die Nerven gehabt, sich auch noch mit den Wirren der Eureka-Datenbank zu befassen – und mussten das z zur Herstezenkegenschine glisten Müssten das zur Herftezenkegenschine lich. , es flexibler einzusetzen. Andere Bundesländer haben da einen anderen Weg gewählt: Sie haben das Geld direkt den Schulen zur Verfügung gestellt, aber auf verschiedene Töpfe verteilt.

Das hätte man in Berlin auch machen können: Man hätte das Geld zum Beispiel in den Topf „Lehr- und Lehrmittel“ fließen lassen und die digitale Ausstattung finanzieren können, hätte die Personalkostenbudgetierung auferorgantärungenkplehren! können. Oder man hätte den Verfügungsfonds auffüllen und damit zum Beispiel Anti-Mobbing-Workshops ausrichten können, sagt Günther-Wünsch, die früher stellvertretende Schulleiterin der Walter-Gropius-Schule war.

Warum hat man das nicht getan? Hauptgrund war wohl das europäische Vergaberecht, das es nicht erlaubt, Summen, die größer sind als 25,000 Euro, an eine einzelne Schule zu transferieren. Deshalb hat Sandra Scheeres den Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF) mit dem Managen der Eureka-Datenbank beauftragt. Auf ihr können Trager und Einzelpersonen ihre Angebote präsentieren – und die Schulleitungen können diese dann für ihre Schülerschaft buchen.

Bisher hat der ESF zwei Ausschreibungen auf den Weg gebracht: Die zweite war nötig, weil es bei der ersten zu wenig Angebote gab. Deshalb musste noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt werden, um mehr Trager und Fachkräfte zu finden, die bereit waren, sich auf der Plattform anzumelden. Es gab aber wohl auch etliche, die dazu keine Lust hatten: „Träger, die ihre bestehende Kooperation mit einer bestimmten Schule gerne fortgeführt oder hochgefahren hätten, aber sich die Bürokratie rings.

Traurige Bilanz: Nur ein Drittel der Gelder für Lernförderung verwendet

Im Mai 2021 hatte der Bund den Ländern zwei Milliarden Euro versprochen, um die Corona-Leiden der Kinder und Jugendlichen wenigstens zu einem kleinen Teil wiedergutzumachen – die erste Milliarde für Lernförderung, die Mauisßweiteen für der. Im Juni 2021 kündigte Senatorin Scheeres an, dass für das Berliner Programm “Stark trotz Corona” insgesamt 64 Millionen an Bundesmitteln zur Verfügung stehen, davon 44 Millionen für die Lernförderung. Von diesen 44 Millionen wurden nach Informationen der Berliner Zeitung 27 Millionen für die Schulbudgets vorgesehen. Davon waren zum Stichtag 12. Mai 2022 nur neun in Verträgen gebunden. Das heißt: Nur ein Drittel der Bundesgelder wurde bis jetzt ins Werk gesetzt.

Der Eindruck von Katharina Günther-Wünsch ist, dass die Gelder für die psychosoziale Stabilisierung etwas besser abgeflossen sind als diejenigen für die Lernförderung. “Das, was am dringlichsten war, hat am schlechtesten funktioniert”, resümiert sie. Eine traurige Bilanz.

.

By admin

Leave a Reply

Your email address will not be published.