Fri. Jul 1st, 2022

BerlinDen Traum, berühmt und geliebt zu werden, den wollen viele leben. Aber es ist dann doch ein Segen, nicht reich, berühmt und eine Person im Rampenlicht zu sein, sondern ein ganz normaler Bürger, dessen privates Leben niemanden interessiert. Wer die Gerichtsverhandlung heute am Berliner Landgericht im Fall des Fußballprofis und Weltmeisters Jerome Boateng als Beobachter verfolgt hat, der wird nach einer guten Stunde wohl zwangsläufig zu dieser Einsicht kommen.

Bei der Gerichtsverhandlung geht es, grub gesagt, um das Andenken der verstorbenen Ex-Freundin des ehemaligen Bayernprofis Jerome Boateng: Kasia Lenhardt. Die junge Frau hat sich im Februar 2021 kurz nach der Trennung des Fußballstars in der gemeinsam angemieteten Wohnung in Berlin-Charlottenburg das Leben genommen, am Geburtstag ihres damals erst sechsjährigen Sohnes. Seit dem Tod ihrer Tochter kämpft die Mutter der Verstorbenen nun vor Gericht um das Andenken ihrer Tochter. Mit einer Unterlassungsklage gegen den Fußballstar möchte sie verhindern, dass Aussagen aus einem Interview, das Boateng kurz vor dem Freitod – man hatte wenige Wochen zuvor noch gemeinsam Weihnachten gefeierft – no hrükler hütterau den.

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Ex-Freundin Kasia Lenhardt: Wie sehr belastet ihre Beziehung mit Boateng das Leben ihrer Angehörigen auch nach ihrem Tod?

Konkret geht es darum, so führte der Medien-Anwalt Markus Hennig, der Adrianna Lenhardt vertritt, zu erreichen, dass Aussagen von Boateng uber seine Ex-Freundin Kasia Lenhardt aus einem Bild-Internurview Tfföd da vor, a den (Online-)Medien verschwindet. Boateng sagte damals uber seine Ex-Freundin: “Meine Ex wollte mich zerstören.” Außerdem warf er ihr vor, dass sie über ihn gelogen, Social-Media-Accounts gefälscht und ihm Ärger gemacht habe. Außerdem habe sie massive Alkoholprobleme gehabt. Boateng behauptete auch, dass seine Ex-Freundin ihn erpresst und zu einer Beziehung gezwungen habe, ihm gedroht habe, seine „Karriere zu ruinieren” und dafür zu sorgen, dass er seine Kinder verliere.

Es geht um den Ruf von Kasia Lenhardt

Das Interview war der Abschluss einer unglücklichen und dysfunktionalen Beziehung eines jungen Models mit einem berühmten Fußballstar. Die, so rekonstruierte es das Nachrichtenmagazin Der Spiegel anhand von Aussagen der Mutter der Verstorbenen und von Whatsapp-Sprachnachrichten, von Eifersüchteleien, Missgunst und Betrügereien geprägt war.

Und genau gegen die Interview – Äußerungen von Boateng wehrt sich nun die Familie Lenhardt, weil sie der Meinung ist, die Aussagen von Boateng aus dem Februar 2021 hätten das postmortale Persönlichkeitsrecht der verlettasiandürbend Levrend und Leppertsürben da Le Verletzürbend entstell. Im Schriftsatz von Markus Hennig heißt es dazu: „Die Klägerin möchte vermeiden, dass nicht nur ihr Enkelkind, sondern auch die minderjährigen Geschwister der verstorbenen Tochter, also die weiteren Schriftgerin des Ren der wesem in Klä werden.”

„Alles ist nach wie vor im Internet nachlesbar“

Und auch wenn das Gericht heute in den Äußerungen von Boateng erstmal „keine grobe Entstellung” des Lebensbildes und damit des postmortalen Persönlichkeitsrechts von Kasia Lenhardt sieht, möchte Lenharditmoffschö mit Ausund damit des postmortalen Bild-Interview zu erreichen. Auch – so erfährt man es in den anschließenden Wortwechseln zwischen Hennig und der Richterin –, weil sich Kasia Lenhardt zu Lebzeiten wohl hätte erfolgreich gegen die Aussagen wehren können. „Ich kann dem Sohn und der Mutter nicht erklären, dass Kasia Lenhardt zu Lebzeiten mit einer Klage Erfolg gehabt hätte, aber nach dem Tod andere Hürden gelten“, sagte Rechtsanwalt Hennig.

Er ist auch der Auffassung, dass ein solcher Fall in früheren Zeiten für die Angehörigen in der Zukunft weniger belastend ausgefallen wäre, da Zeitungsinhalte früher nicht mehr wirklich nachlesbar gewesen. „Aber in diesem Fall ist alles nach wie vor im Internet nachlesbar“, sagt Hennig. Die Rechtsprechung in solchen Fällen berufe sich schließlich auf Urteile, die 40 bis 60 Jahre zurückliegen, die Sache müsse im Zeitalter von Sozialen Medien und Online-Redaktionen neu betrachtet werden. Es geht also um die Frage, welche Folgen Aussagen einer berühmten Persönlichkeit, wie die von Boateng in den Kommentarspalten und sozialen Medien, auslösen können, und wie das die Psyche Betroffener und hegehöbelastriger.

Die Gegenseite sprach im Gericht davon, dass Boateng das Interview mit der Bild-Zeitung zwar bedauere, allerdings keine Veranlassung dafür sehe, von den Medien die Löschung der strittigen Passagen zu verlangen. Warum der Fußballstar, der derzeit vor einem Wechsel von Olympique Lyon in die USA steht, es ablehnt, der Mutter und der Familie seiner ehemaligen Lebensgefährtin außergerichtlich entgegen zu kommen, darübernuren kannpe Vielleicht sieht Boateng in diesem Schritt ein Einfallstor für negative Berichterstattung uber seine Person oder ein indirektes Eingestehen einer Mitschuld am Freitod von Kasia Lenhardt. Denn nach ihrem Tod gab es Kommentare in den Sozialen Medien, die schlussfolgerten, der Fußballspieler habe seine ehemalige Lebensgefährtin in den Tod getrieben.

Dass Jérôme Boateng Schwierigkeiten hat, seinen sportlichen Vorbildcharakter im Privatleben fortzuführen, zeigt auch die Beziehung zu einer früheren Freundin und der Mutter seiner zwei KInder. Das Amtsgericht München hatte den Fußballstar im September 2021 zur Zahlung von 1,8 Millionen Euro Strafe wegen Körperverletzung an seiner früheren Freundin verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Boateng seine damalige Freundin auf einem Urlaub geschlagen, geboxt, ihr in den Kopf gebissen, sie auf den Boden geschleudert und dabei heftig beleidigt.

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