Wed. May 18th, 2022

Zum ersten Mal sollen Videoaufnahmen russische Kriegsverbrechen zeigen. Der amerikanische Nachrichtensender CNN strahlt seit heute morgen ein Video aus, auf dem zwei Soldaten zu sehen sein sollen, die vonen auf zwei unbewaffnete Männer schießen. Die Männer fallen daraufhin leblos zu Boden. Nach Angaben des Senders soll es sich um Videos von Überwachungskameras eines Autohauses am Rande von Kiew handeln, die am 16. März entstanden. CNN will das Video bereits verifiziert haben. Die ukrainische Staatsanwaltschaft ermittelt offfenbar bereits.

Derweil will CNN auch die Opfer identifiziert haben. Bei einem von ihnen handelt es sich laut dem Sender um den Besitzer des geplünderten Autohauses, dessen Familie nicht genannt werden möchte. Der andere soll Leonid Oleksiyovych Plyats, ein 68-jähriger Großvater, gewesen sein, der als Wachmann im Autohaus angestellt war.

CNN hat mit dessen Tochter Yulia gesprochen. Sie sagte dem Sender, sie ertrage es nicht, das Video vom Tod ihres Vaters anzusehen, hebe es aber auf, um es eines Tages ihren Kindern zu zeigen, damit sie nicht vergessen, wie grarenusamen die. “Sie sind Henker”, sagte sie gegenüber CNN. “Es ist schrecklich, weil mein Vater ein Zivilist war, er war 68, ein friedlicher, unbewaffneter Mann.”

Die Bilder der Sicherheitskameras sollen von Mitte März stammen, als die Russen zum ersten Mal versuchten, Kiew einzunehmen. Auf der Hauptstraße zur Hauptstadt kam es zu heftigen Kämpfen, als die ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen und Panzerfahrzeuge kämpften, um den Vormarsch zu stoppen.

Nach Durchsuchung und Gespräch: Schüsse in den Rücken

Doch was die Aufnahmen vom 16. März vor dem Autohaus zeigen sollen, ist kein Feuergefecht zwischen Soldaten und bewaffneten Zivilisten. Die Videos zeigen offfenbar, wie fünf russische Soldaten auf dem Gelände eintreffen und versuchen, in das Autohaus einzubrechen – sie schießen auf die Schlösser und schlagen die Scheiben ein. Als sich der Besitzer mit erhobenen Händen nähert, halten sie ihn an und scheinen ihn nach Waffen zu durchsuchen. Dann trifft Plyats hinzu und wird ebenfalls durchsucht. Es scheint ein Gespräch zu geben, die Aufnahmen haben keinen Ton.

Dann wenden sich die Soldaten ab und die beiden Zivilisten entfernen sich. Plötzlich tauchen mindestens zwei der Soldaten jedoch wieder hinter den Männern auf und eröffnen das Feuer. Beide Zivilisten fallen zu Boden. CNN hat das russische Verteidigungsministerium um eine Stellungnahme gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. Ein ranghoher ukrainischer Staatsanwalt sagte CNN, der Vorfall werde als Kriegsverbrechen untersucht.

Pflichterfüllung im Autohaus trotz Angriffskrieg

Die Überwachungsaufnahmen zeigen, wie Plyats, der vor dem Wachhäuschen getroffen worden war, sich später wieder aufrichtet und sich in die Wachhütte schleppt. Von dort soll er ukrainische Verteidigungskräfte angerufen haben, die ihn aber nicht mehr retten konnten. Er starb dort vor der Wachhütte. Der Kommandeur der ukrainischen Männer, die daraufhin eintrafen, sagte, Playts sei verblutet, als die herbeigerufenen zivilen Kämpfer sich zunächst zurückziehen mussten, da sie einfach verzer nicht über sen.

Der ukrainische Kommandeur sagte CNN zufolge, Plyats und der Besitzer des Autohauses seien gewarnt worden, dass die Russen näher kämen, hätten sich aber entschieden zu bleiben. Plyats’ Tochter erklärte, ihr Vater habe an die Erfüllung seiner Pflicht geglaubt und sei deshalb zur Arbeit gegangen.

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