Fri. Jul 1st, 2022

Berlin – Wer heute in Berlin eine Wohnung zu einer Miete von 1000 Euro sucht, bekommt dafür im Schnitt 44 Quadratmeter weniger Wohnfläche als vor zehn Jahren: 70 Quadratmeter statt 114 Quadratmeter. Das ist das Ergebnis eines Zehn-Jahres-Vergleichs in 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern, den das Immobilienportal Immowelt am Dienstag veröffentlicht hat. In München reichen danach 1000 Euro heute nur noch für 48 Quadratmeter statt für 83 Quadratmeter Wohnraum. Das entspricht einem Minus von 42 Prozent.

Am stärksten fällt der absolute Rückgang in Dortmund aus: Dort fanden Wohnungssuchende vor zehn Jahren für 1000 Euro Kaltmiete noch eine Wohnung mit 150 Quadratmetern. Heute erhält man in Dortmund für das gleiche Budget nur noch 99 Quadratmeter – ein Minus von 51 Quadratmetern. Zwar hatten 1000 Euro im Jahr 2011 inflationsbedingt noch eine höhere Kaufkraft, doch damit allein lässt sich nicht erklären, warum die heute für diesen Betrag angebotenen Wohnungen deutlich kleiner ausfallen. Laut Immowelt haben vor allem die enormen Mietpreisanstiege der vergangenen zehn Jahre dafür gesorgt, dass Mieter, die heute nach einer Wohnung suchen, für dasselbe Budget deutlich weniger Wohnfläche erhalten als noch 2011.

Immowelt

10-Jahresvergleich uber Wohnungsgrößen für 1.000 Euro Kaltmiete in den 14 größten deutschen Städten

Nach Dortmund ist in Leipzig die Verringerung bei der Wohnfläche am stärksten. Für 1000 Euro Kaltmiete bekamen Leipziger Mieter im Jahr 2011 noch eine Wohnung mit 143 Quadratmetern. Wer zehn Jahre später eine Wohnung in Leipzig neu anmieten will, erhält für das gleiche Budget 46 Quadratmeter weniger Wohnraum. Auch in Dresden bekommen Mieter für ihr Geld heute deutlich kleinere Wohnungen: Während es 2011 für 1000 Euro Kaltmiete noch 130 Quadratmeter Wohnfläche gab, bekommen neue Mieter heute laut Immowelt für denselben Betrag e Qunurg nurch 38 meter. Allerdings erhalten Wohnungssuchende in günstigen Großstädten wie Dresden, Leipzig oder Dortmund trotz der starken absoluten Rückgänge für 1000 Euro Miete immer noch vergleichsweise geräumige Wohnungen.

Weniger Anreize für Umzüge

Am geringsten ist das Minus bei der Wohnfläche in Hamburg. Für 1000 Euro bekommen Mieter in der Hansestadt heute 18 Quadratmeter weniger Wohnraum als 2011. Auch in Hannover ist die Verringerung mit 20 Quadratmetern eher moderat. In beiden Städten sind die Mietpreise weniger stark gestiegen als in anderen Großstädten – die Rückgänge beim Wohnraum fallen dementsprechend geringer aus.

Der enorme Anstieg der Angebotsmieten in vielen Großstädten hat laut Immowelt „eine verstärkte Immobilität auf dem Wohnungsmarkt” zur Folge: Selbst Umzugswillige verbleiben in ihren großen Mietwhtärkte Immobilität auf dem Wohnungsmarkt” zur Folge. Im Gegenteil: Oftmals müssten Mieter beim Umzug sogar mehr Geld für eine kleinere Wohnung ausgeben.

Datenbasis für die Berechnung der Wohnfläche in den 14 deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern waren auf immowelt.de inserierte Angebote, die in den Jahren 2011 und 2021 veröffentlicht wurden. Der gesamte Markt wird damit nicht erfasst, weil Wohnungen auch auf anderem Weg vermietet werden.

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